Türsteher-Blues – 19

Woa was prügelt der auf den Alten ein
Stell Dir vor das könnten wir sein
Will der denn gar nicht mehr aufhörn
Oh da scheint ihn jemand zu störn

Was fängt der Typ denn an zu schrein
Er scheint fast etwas zu schwörn
doch ich kanns leider nicht hörn
Zückt der die Knarre nur zum Schein

Was wird dem Türsteher jetzt wohl blühn
Hey da handelt mal ja einer kühn
Der hat keine Angst vor dem Blei

Grad setzt der andre den Schuß frei
da tut er ihm was in die Augen sprühn
und die Kugel geht wie alles vorbei

– Fin –

Türsteher-Blues – 18

Auch ohne Schmiergeld zu berappen
muss es jetzt doch einfach klappen
Zwar kann ich kaum noch etwas sehen
doch ich muß nur der Schlange nachgehen

Diesmal laß ich mich nicht schnappen
Jetzt werd ich das Ding drehen
Ich werd mit der Menge mitschwappen
Doch jetzt komm ich erstmal zum stehen

„Verabschiede dich von Deinen Lieben
Für Dich gibt es kein Erwachen“
Das kann er doch nicht mit mir machen

Ich hab doch nichts Schlimmes getrieben
Wo ist mein Pfefferspray geblieben
Ich find und richt es gegen den Drachen

Türsteher-Blues – 17

Jetzt werd ich dem ein Ende machen
Gleich hat der Typ nichts mehr zu lachen
Verdammt wo ist er denn jetzt geblieben
Hat ihn etwa schon jemand vertrieben

Und wer läßt da die Tür zusammenkrachen
Ah da versucht er jemand abzuschieben
Verabschiede Dich von Deinen Lieben
Für Dich gibt es kein erneutes Erwachen

Kurz nachdem ich die Knarre zücke
grad als ich auf den Abzug drücke
hör ich leise summend etwas zischen

und etwas tut sich schmerzhaft in meine Augen mischen
Verzweifelt auf der Suche nach der Mücke
tut mich Blinden ein harter Schlag erwischen

Türsteher-Blues – 16

Was ist denn da drinnen für ein Radau
Auf dem Damenklo kreischt eine Frau
Besser ich schau da mal rein
Das kann doch gar nicht sein

Was für eine notgeile Sau
Zwar prügeln die Mädels auf Dich ein
doch sei sicher daß ich härter hau
Du mieses dreckiges Schwein

Es ist schon allerhand
Er leistet auch noch Widerstand
Durch die ganze Disse muß ich ihn rauszerrn

Er tut immer nochs Maul aufsperrn
Jetzt klatscht er erstmal gegen die Wand
Da kann er noch so viel plärrn.

Türsteher-Blues – 15

War in der Flasche nicht noch Wodka drin
Wo zum Geier ist der bloß hin
Gestern war er doch noch da
Heut ist die Flasche auch ohne ihn klar

Unter der Couch hab ich ja immer Gin
nur ist der jetzt rarer als rar
Bald glaub ich daß ich verflucht bin
Verflucht sei der Tag an dem ich diesen Typ sah

Fast vergeß ich der Tag ist heute
und es ist kein Tag den der Kerl bereute
Während ich so traurig vor mich hin starre

erblicke ich auf einmal meine alte Knarre
Mit der macht ich schon früher große Beute
Erstaunt merk ich wie ich mit den Füßen scharre

Niederhäuser Hermannshöhle Riesling 2002

niederhauser_hermannshohle_2002.jpg

Der Wein hat eine strohgelbe Farbe. Die erste Nase duftet sehr intensiv nach Honig, Apfelsinen und Botrytis. In der zweiten Nase gesellen sich zu den Apfelsinenaromen auch pflanzlich, kräutrige Noten.

Der Wein besitzt eine gute Dichte. Er ist von einer intensiven fruchtigen Saftigkeit geprägt, in der erneut die Apfelsinennoten hervorkommen. Die leichte Säure schwächt die Macht des dichten Weins etwas ab. Der Nachhall besitzt eine gute Länge.

Eine fast  schon beispielhafte Riesling Auslese. Ein ausgezeichneter Genuß, von dem man keinen Tropfen verschenken will. Die Kombination aus Dichte und Süße ohne zu pappen ist einfach Klasse. Nicht zum sondern als Dessert. Auch hervorragend geeignet, um am gestrigen Jahrestag den Lesern zuzuprosten.

Herkunft: Deutschland – Nahe -Niederhäuser Hermannshöhle
Jahrgang: 2002
Rebsorte: Riesling
Erzeuger: Gutsverwaltung Niederhausen-Schlossböckelheim
Ausbau: Auslese edelsüß
Alkohol: 8,0%

Jahrestag

Heute vor einem Jahr ist KeinAlkoholistauchkeineLoesung.de ins Netz gegangen. 293 Beiträge später ein guter Zeitpunkt, um zurück auf das vergangene Jahr zu blicken. Die Vielzahl an Verkostungsnotizen weisen einen Weg in die Zukunft, der garantiert, daß mir die Themen nicht ausgehen.

Daß 59 Beiträge in der Rubrik Gedicht auf der Seite entstanden sind, überrascht mich selbst. Aber es war für mich auch ein wesentlicher Grund, einen eigenen Blog zu eröffnen und nicht die vorhandenen Foren oder ähnliches zu nutzen, daß ich hier die völlige Freiheit habe, zu tun und lassen, was ich will.

Über das Laufen habe ich vielleicht etwas weniger geschrieben, als ich gedacht habe, aber ich bin auch deutlich weniger gelaufen, als ich erwartet habe.

Was vielleicht etwas schade ist, ist die Tatsache, daß nur 63 Kommentare geschrieben wurden. Aber ich werde sicher weiterhin genug Stoff haben, die Seiten zu füllen zu Themen, die mir durch den Kopf gehen. Am liebsten natürlich zu solchen, die über den Mund in den Kopf eintreten und ihn durch den Hals wieder in Richtung Magen verlassen.

Zu den Höhepunkten des vergangenen Jahren gehört für mich auch die Leichtathletik-WM, die Reise an die Nahe, der 2005er Winninger Röttgen, der 2000er Chateua-Neuf-du-Pape von Beaurenard, sowie diverse Weinproben.

Den lieben Lesern halte ich das Glas entgegen und rufe ihnen zu: „Auf das nächste Jahr.“

Comarò Vino rosato da tavola

rosato_mit_bugelverschluss.jpg

Der Wein hat einen lachsfarbenen Ton. zunächst duftet er mäßig intensiv nach Himbeeren. Nach dem Schwenken nimmt die Intensität weiter zu und bewegt sich in Richtung Erdbeere mit grünen Noten.

Am Gaumen kommt die Kohlensäure des leicht perlenden Weins gut zur Geltung. Die Frucht wirkt allerdings nach einem Tag schon etwas schal, weswegen ihm die Frische etwas mangelt. Dafür kommt eine leicht bittere Note ins Spiel. Ein mittlerer Körper und eine gewisse Saftigkeit runden das Profil ab. Der Nachhall besitzt eine gute Länge, die auch von der der Kohlensäure getragen wird.

Ein netter Wein, der anfangs noch recht frisch wirkte. da ich den Wein dann doch vor allem wegen der coolen Falsche mit Korken und Bügelverschluß gekauft habe, bin ich aber schon zufrieden, daß es kein Totalausfall ist. Zum Grillen.

Herkunft: Italien
Jahrgang: ? muß bei Tafelwein ja auch nicht angegeben werden
Rebsorte: ?
Erzeuger: Cantina Viticoltori Ponte di Piave
Ausbau: Vino da tavola
Alkohol: 10,5%

Rheingau Riesling 2009

daniel_riesling_rheingau_09.jpg

Der Wein hat eine glanzhelle Farbe mit leicht gelbem Einschlag. Die erste Nase ist sehr verhalten mit Zitrusaromen. Die zweite Nase gewinnt deutlich an Intensität. Limettenaromen dominieren. Dazu kommen pflanzliche Aromen.

Auch am Gaumen zeigt sich der Wein sehr Riesling-typisch. Eine ordentliche knackige Säure ist sehr gut eingebunden. Dazu kommt eine schöne Zitrusfrucht. Das Prickeln der Gärkohlensäure verleiht ihm zusätzliche Frische. Der Nachhall besitzt eine gute Länge.

Ein sehr schöner fast schon perfekter Trinkwein. Seine einfache, unkomplizierte Art bei gleichzeitig schönem technischen Ausbau machen viel Spaß. Zur Fischterrine.

Herkunft: Deutschland – Rheingau
Jahrgang: 2009
Rebsorte: Riesling
Erzeuger: Weingut Daniel
Ausbau: Classic
Alkohol: 12,5%

Türsteher-Blues – 14

Uff was hab ich für ein Glück
Ohne die Jungs wüßt ich keinen Trick
um doch noch rein zu kommen
Die Wand ist jetzt erklommen

Jetzt ist es nur ein kleines Stück
Mist ich bin auf dem Damenklo angekommen
und es gibt kein Vor und vor allem kein zurück
Hat wohl jemand den Schrei vernommen

Wie erklär ich jetzt bloß meine Lage
Ich fürchte es ist egal was ich sage
es wird mir doch keiner glauben

Dreck die Jungs tun mich durchschrauben
Nachdem ich kopfvor in der Schüssel aufschlage
umringen mich wütende Mädelstrauben