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Balla Balla Balakov

Donnerstag, März 22nd, 2012

Die Überschrift hat eigentlich nichts mit dem Text zu tun, aber sie gefiel meinen schlichten Gemüt.

Nach dem 1:3 also ungefähr der 50. Minute war ich endgültig zu der Überzeugung gelangt, dass es im Sinne des Vereins die richtige Entscheidung wäre, Marco Kurz zu entlassen. Bereits zuvor hatte er öffentlich die Bankrotterklärung einer Führungskraft gegeben und gestanden, dass er nicht mehr wisse, was er ändern solle – anstatt mit breiter Brust zu erklären, dass der eingeschlagene Weg der richtige sei und man nur Geduld haben müsse.

Stefan Kuntz Personalpolitik zur Winterpause hat Kurz sicher nicht geholfen, denn bis dahin hatte es in der Mannschaft gestimmt. Jetzt musste sie sich neu finden, was nicht gelang. Kurz Ratlosigkeit übertrug sich auf die Mannschaft, so dass das Spiel immer unansehlicher und ideenloser wurde. Zudem erwiesen mit Yahia, Wagner und Sörensen drei der fünf Neuzugänge als Totalausfälle. Da weder Kurz noch Kuntz bereit waren das einzugestehen, wurde die Mannschaft weiter belastet.

In der Hinrunde gelang es dem Team immer wieder über den Kampf ins Spiel und zu Chancen zu kommen. Ein klares Zeichen, dass Kurz die Mannschaft erreichte und erfolgreich agierte, auch wenn das nötige Glück fehlte. Das kann man in der Rückrunde leider von keinem Spiel behaupten. Zwar gelang es gegen Bremen und Gladbach den alten Kampfgeist zu reaktivieren. Die Ergebnisse waren jedoch unterm Strich gerecht. Eher war es so, dass wir gegen Augsburg und Stuttgart noch Glück hatten, mit einem Unentschieden davon zu kommen. Unterm Strich standen Katastrophenspiele gegen Köln, Bayern, Mainz sowie Schalke und in Augsburg war man nahe an so einem Spiel dran. Ich hatte den Eindruck, dass Kurz die Mannschaft nicht mehr erreichte und diese sich vor Angst vor den Gegnern in die Hosen schiss.

Die einzigen zwei Gründe, Kurz nicht bereits nach dem Spiel gegen Mainz oder jetzt nach dem Schalke-Spiel zu entlassen, waren zum Einen die finanzielle Lage des Vereins, die das nicht erlaubt und zum Andern der fehlende Glaube, dass es jemand anders gelingen könnte, das Ruder herum zu reißen.

Jetzt soll es also Balakov richten. Ob es ihm gelingt? Man sollte keine Wunder von ihm verlangen. Doch genau so ein Wunder brauchen wir, um doch noch in der 1. Liga zu bleiben. Vielleicht ist das Klügste, was er machen kann, in den nächsten acht Spielen zu schauen, wer in der Mannschaft für einen Neuaufbau geeignet ist und wer nicht.

Was ich mir von Balakov erhoffe, ist, dass er etwas Spielkultur auf den Betze bringt. Dafür sind sicher nicht alle Spieler geeignet, doch um langristig bestehen zu können, langt es neben nicht nur zu kämpfen. Worauf Balakov aufbauen kann, ist die solide Defensive, denn hier hat Marco Kurz gute Arbeit geleistet und mit durchschnittlichen Spielern viel erreicht. Lange war ihm das auch offensiv gelungen, doch in der Rückrunde passte leider nichts mehr.

Auch mit einem neuen Trainer glaube ich nicht an den Klassenerhalt. Zu tief ist die Verunsicherung bei der Mannschaft. Wenn es dennoch klappen sollte, wäre das natürlich ultrageil, doch das Wesentliche ist für mich, dass ich Balakov als eine gute Lösung für den Neuaufbau – auch in Liga 2 – sehe.

Lautern – Schalke

Montag, März 19th, 2012

Um es kurz zu machen: So spielt ein Absteiger. Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber ich fühl keinen Puls mehr. Allenfalls Dick und Jessen haben wie Profis gespielt. Shechter hat gekämpft aber ohne Effektivität. Der Rest ist Schweigen. Dagegen hat sogar  2006 Spass gemacht.