Archive for the ‘Wei’ Category

Blanc Pescador

Samstag, September 25th, 2010

Auf speziellen Wunsch hin eine letzte Verkostungsnotiz:

Der Wein hat eine sehr helle, leicht gelbliche Farbe. Er hat einen intensiven Duft, der kräutrig und grasig wirkt. Dazu kommt ein Ton, der mich an Hefe erinnert. Limetten und Minznoten erwecken Caipirinha Assoziationen.

Am Gaumen ist der Wein extrem stark vom Schaum geprägt, der den Wein aufbläht und schwerer bzw. etwas pappiger macht, weil der Wein eben nicht fein perlt sondern grob schäumt. Der Wein besitzt eine leichte Säure und ist etwas herb.

Ein relativ einfacher Wein, der gut trinkbar ist. Wenn man wie ich kein Fan von Sekt & Co ist,  fällt es mit einem solchen Wein natürlich besonders schwer. Dennoch wird er auch Freunde finden. Zu einem Krabbencocktail an der Meerespromenade, unter der die Wellen schäumend aufs Land zulaufen.

Herkunft: Spanien
Jahrgang: keine Angabe
Rebsorte: keine Angabe
Erzeuger: Cadelamsa
Ausbau: Schaumwein
Alkohol: 11,5%

Birkweiler Rosenberg Sauvignon Blanc 2009

Mittwoch, August 25th, 2010

unterwegs verkostet:

Nase: grüne Noten, Apfel, Vanille
Mund: starke Säure, leichte Würze, mittelschwerer Körper, gute Länge, Gärkohlensäure, frisch, Apfel

sehr netter Wein, easy drinking, nicht unbedingt Sauvignon typisch, zum grünen Salat mit Räucherlachs in Joghurtsauce

Herkunft: Deutschland – Pfalz – Birkweiler Rosenberg
Jahrgang: 2009
Rebsorte: Sauvignon Blanc
Erzeuger: Siener Dr. Wettstein (nicht zu verwechseln mit Siener)
Ausbau:QbA trocken

Kraut Wine Riesling 2008

Dienstag, August 24th, 2010

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Der nächste Wein, den ich wegen dem Etikett gekauft habe. Das Weingut Tesch widmet diesen Wein der Roten Gourmet Fraktion. So ganz erschließt sich mir der Zusammenhang zum Wein nicht, aber das Weingut ist für seine unkonventionale Namensgebung bekannt. Schon lange gibt es den „Riesling unplugged“ quasi Riesling pur, wenn man so will. Der „Deep Blue“ soll an die Urzeitmeere erinnern, von denen die Böden des Weinbergs geprägt sind. Vielleicht ist das der Brückenschlag zum „Kraut Wine“, der sich auf die Ernährung an Bord deutscher Seefahrer bezieht. Letztendlich kann man Etiketten natürlich nicht trinken, aber ich finde es durchaus schön, wenn sie zum Schmunzeln anregen.

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Der Wein hat eine glanzhelle Farbe mit gelbem Einschlag. Einige Perlen zeigen sich am Glasrand. Die erste Nase ist durchaus intensiv und duftet nach Kräutern. Nach dem Schwenken nimmt die Intensität weiter zu. Neben Kräutern duftet der Wein nach Tabak.

Der Wein besitzt viel Frucht, ohne dabei süß zu wirken. Ich schmecke Birne, Graipefruit und Pfirsich heraus. Er wirkt ziemlich saftig und verfügt über eine gute Dichte. Dazu ist er sehr würzig und leicht bitter.

Ein sehr schöner, charaktervoller Wein, der erstklassig gemacht ist. Ein unkompliziertes und doch zugleich hochwertiges Trinkvergnügen. Zum Kassler in Senfsauce – mit Sauerkraut…

Herkunft: Deutschland – Nahe
Jahrgang: 2008
Rebsorte: Riesling
Erzeuger: Weingut Tesch
Ausbau: QbA trocken
Alkohol: 12,0%

Auf der Mauer Riesling 2009

Sonntag, August 22nd, 2010

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Die Farbe des Weins liegt zwischen glanzhell und strohgelb. Anfangs duftet er mäßig intensiv nach Zitrusaromen. Nach dem Schwenken nimmt die Intensität deutlich zu und wird vielschichtig. Etwas Vanile, eine feine Würze sowie Zitrusaromen und nasser Stein bestimmen jetzt das Bukett.

Auch am Gaumen nutzt der Wein den gesamten Raum des Spielfelds. Der Wein besitzt eine gute Dichte, die durch seine Saftigkeit noch unterstützt wird. Das Ganze spielt mit einer feiner Mineralik zusammen, so daß eine schöne Mischung aus Opulenz und Filigranität entsteht. Daneben kommt eine feine Würze ins Spiel. Das alles verbindet sich zu einer exzellenten Harmonie.

Vielleicht ist das noch kein großer Wein, aber viel fehlt nicht dazu. Man soll bei einem solchen Wein aber nicht nach dem suchen, war vielleicht noch zur Perfektion fehlt, sondern sich an dem freuen, was er ins Glas stellt. Und das ist wahnsinnig viel. Ein zurecht gehypter Wein, der außerordentlich gut gemacht ist und einen Riesenspaß macht. Es mag erstaunen, wenn ich einen sohervorragenden Wein zu einem eher einfachen Essen wie Matjessalat empfehle, aber ich glaube das könnte passen.

Herkunft: Deutschland – Pfalz
Jahrgang: 2009
Rebsorte: Riesling
Erzeuger: Bassermann-Jordan
Ausbau: QbA trocken
Alkohol: 13,0%

Unterwegs verkostet

Samstag, August 21st, 2010

Herkunft: Deutschland – Pfalz – Maikammer Heiligenberg
Jahrgang: 2009
Rebsorte: Riesling
Erzeuger: Faubel
Ausbau: Kabinett trocken

Der Wein hat einen intensiven Pfirsichduft, der von leichten Zitrusnoten begleitet wird.
Am Gaumen wartet er mit einer knackigen Säure auf, die aber akzeptabel ist, da er zugleich über viel Frucht verfügt. Gärkohlensäure läßt ihn etwas prickeln. Dazu kommt ein würziger Abgang, der eine gute Länge besitzt.
Das ist ein rustikaler Wein, der als Sommerwein herrlich einsetzbar ist. Auch durch die Säure lassen sich viele Einsatzmöglichkeiten ausdenken, etwa zu Käsespätzle oder zur Vesper.

Herkunft: Deutschland – Pfalz
Jahrgang: 2009
Rebsorte: Scheurebe
Erzeuger: Pfeffingen
Ausbau: Spätlese trocken

Der Wein duftet nach nassem Stein und sehr würzig.
Am Gaumen zeigt er sich sehr vollmundig mit einem kräftigen Körper. Er besitzt viel Frucht und eine leichte Muskatnote. Eine feine Herbe kann nicht als feinherb bezeichnet werden, weil der Begriff dermaßen mißbraucht wurde und dies durchaus ein trockener Wein ist. Es ist nur eine leichte Säure vernehmbar. Er besitzt eine ordentliche Länge.
Das ist sicherlich der feinere der beiden Weine, auch wenn der einfache Riesling vielleicht sogar noch mehr Spaß machen kann. Diese sehr gute Spätlese könnte ich mir zu gebratenen Scampi vorstellen.

Ungsteiner Weilberg Riesling 2007

Donnerstag, August 19th, 2010

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Der Wein hat eine strohgelbe Farbe. Einige winzige Perlen zeigen sich an seiner Oberfläche. Die erste Nase wechselt merkwürdig zwischen intensiv und verhalten. Ausdrucksvolle Tabak- und Kräuternoten kommen, verlieren sich aber auch schnell in der Nase. Die zweite Nase ist intensiv und von kräftigen Noten geprägt. Tabak, Mineralik und etwas Graipefruit sind zu erkennen.

Geschmacklich fällt vor allem auf, wie schwer und dicht der Wein wirkt. In dem schweren Körper gehen die diffizilen Geschmackskomponenten fast etwas unter. Die kräftige Würze kann bestehen, aber die leichte Säure läßt sich nur schwer identifizieren. Der Nachhall besitzt eine gute Länge.

Ich muß gestehen, es fällt mir schwer, die Größe dieses Gewächses zu erkennen. Der Geruch ist toll und wirkt sehr erforschenswert, aber der Geschmack bietet abseits der Kraft eher ein Bild der Beliebigkeit um es bösartig zu übertreiben. Auf jeden Fall ein sehr guter Wein, aber eigentlich zu wenig für ein großes Gewächs. Zum gegrillten Längsfisch.

Herkunft: Deutschland – Pfalz – Ungsteiner Weilberg
Jahrgang: 2007
Rebsorte: Riesling
Erzeuger: Weingut Pfeffingen
Ausbau: Qba trocken – Großes Gewächs
Alkohol: 13,5%

Westhofener Kirchspiel Gewürztraminer 2007

Dienstag, August 17th, 2010

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Der Wein hat eine strohgelbe Farbe. Ein paar kleine Trubperlen lösen sich sehr schnell auf. Die erste Nase ist intensiv. Prägend ist vor allem eine Lycheenote. Daneben kommen ein Rosenaroma und eine leichte Würze ins Spiel. Die zweite Nase gewinnt zusätzlich an Intensität. Neben Lychee rieche ich jetzt auch Ananas.

Am Gaumen fällt insbesondere eine deutliche Bitternis auf. Er hat einen mittelschweren Körper. Frucht und Säure sind eher zurückhaltend. Dafür wirkt der Wein sehr würzig. Der Nachhall besitzt eine sehr gute Länge. Ein angenehmes Prickeln erinnert mich doch eher an Mineralik als an Kohlensäure.

Die Bitternis verleiht dem Wein etwas Medizinales. Positiv an dem Wein fallen seine Vielschichtigkeit und sein Duft auf. Aber er wirkt nicht vollständig harmonisch. Das Medizinale wirkt sogar störend. Zu einer Quiche Lorraine.

Herkunft: Deutschland – Rheinhessen – Westhofener Kirchspiel
Jahrgang: 2007
Rebsorte: Gewürztraminer
Erzeuger: Weingut Hirschhof
Ausbau: Kabinett trocken
Alkohol: 12,5%

Spur der Steine

Sonntag, August 15th, 2010

Seit 2006 gibt es unter Schirmherrschaft der Gesellschaft für Rheingauer Weinkultur ein Projekt, bei dem es darum geht, die Vielfalt der hessischen Weinlagen herauszuarbeiten und dem Verbraucher die Bedeutung der unterschiedlichen Bodenformationen für den Wein nahezubringen.

Aus 5 über das ganze Rheingau verteilten Lagen mit unterschiedlichen Bodenstrukturen sowie aus dem Heppenheimer Steinkopf von der hessischen Bergstraße wurde Rieslinglesegut von der Forschungsanstalt Geisenheim unter den gleichen Bedingungen ausgebaut. Alle Weine wurden temperaturgekühlt vergoren und zu trockenen Weinen ausgebaut. So sollten die 6 Bodenformationen Quarzit, Quarzit+Schiefer, Löss, Sandlöss, Ton sowie Auensediment auf Kalkstein gut zur Geltung kommen.

Der Einfluß von Mikroklimata läßt sich dadurch zwar nicht ausgrenzen, aber dieser wird einfach mit zum Terroir gezählt. Das Projekt Terroir Hessen verkauft das Sixpack mit den verschiedenen Weinen für gerade mal 40€ und in diesem Jahr wohl leider das letzte Mal. Bei wein.pur, wo man das Sixpack wohl auch noch beziehen kann, war ich auf das Projekt aufmerksam geworden und dachte, daß sich doch daraus eine wunderbare Weinprobe organisieren ließe. Zwei Pfälzer Weine ließ ich das Bodenprofil um Rotliegendes und Granit erweitern, so daß sich ein schönes Gruppenbild ergab.

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Neben dem sehr schön gestalteten Booklet, indem der Herausgeber Information zum Entstehen der Gesteinsformationen gab und die Bodenformationen unterschiedlichen Erdzeitaltern zuordnete, hatte ich im Vorfeld der Probe auch Informationen aus dem Weinglossar von Wein+ extrahiert, was verdeutlichte wie widersprüchlich der Einfluß der Bodenformationen in der Fachwelt gesehen wird. Von daher ist es umso wichtiger, sich ein eigenes Bild zu machen.

(1) Quarzit 2009 Lorcher Bodental-Steinberg
Die Probe begann damit am nordwestlichen Rand des Rheingaus. Laut Literatur sollten uns bei Quarzit säurearme Weine erwarten. Laut Beilage ein säurereicher, mineralischer Wein mit Graipefruit, Zitrone und Apfel.
Nase: Schwefel, faule Eier, Vanille, Stinker
Mund: kräftig, würzig, leicht salzig, mineralisch, säurearm, Vanille, rauchig
Leider nur ein sehr mäßiger Anfang

(2) Quarzit und Schiefer 2009 Rüdesheimer Drachenstein
Weiter ging es um den Rheinknick herum mit einem kurzen Abstecher in die Drosselgasse und dann den Berg hinauf. Ob der Schiefer für einen leichten eleganten Wein sorgen würde oder die Beschreibung eines blumigen, säurereichen Weins mit Maracuja, und reifen gelben Früchten zu finden sei, galt es diesmal herauszufinden.
N: Graipefruit, Schwefel (nicht so stark wie bei 1)
M: leichte Säure, mittlerer Körper, sehr würzig
Ein schwer zu beschreibender Wein. Andere fanden ihn sehr neutral. Ich fand ihn durchaus ausdrucksstark, konnte aber seine Komponenten auch nicht wirklich gut identifizieren.

(3) Löss 2009 Winkeler Hasensprung
Noch ein Stück weiter nach Osten kamen wir in die nächste Rheingauer Spitzenlage.  Die Literatur verprach einen vollmundigen eher säurearmen Wein. Das Booklet einen blumigen Wein mit verschiedenen Fruchtaromen und einer feinen Herbe.
N: Apfel, Zitrus
M: Apfel, Zitrus, Säure gut integriert und im  schönen Zusammenspiel mit der Frucht, leichte Würze
Eine deutlich andere Charakteristik als bei den vorhergegangen Weinen. Dieser Wein wirkte sehr stimmig und gefiel bis hierhin am besten

(4) Sandlöss 2009 Heppenheimer Steinkopf, Hessische Bergstraße
Jetzt machten wir einen Abstecher zu den Füßen des Odenwalds und suchten im Sand der hessischen Bergstraße nach einem eleganten säurearmen Wein, obwohl der Wein als säurereich mit filigranen Fruchtaromen angekündigt wurde.
N: sehr dezent, Vanille
M: relativ belanglos, mittelleicht, leichte Säure
Der Mann ohne Eigenschaften. Ein durchaus gut trinkbarer Wein, der bei einem spannenden Krimi aber keine Zutat liefern würde, um von dem Buch abzulenken.

(5) Ton 2009 Hattenheimer Schützenhaus
Zurück im Rheingau trafen wir auf die nächste Bodenformation. Würde es einen vollmundigen, kräftigen Wein mit guter Säure geben oder einen Wein mit komplexer Mineralität und feinem Bitterton geben?
N: blumig, Nektar
M: fruchtig, mittlere Säure, Gärkohlensäure, eher leicht, ordentliche Länge, frisch
Ein spritziger Wein für den Sommer, sehr schön zu trinken

(6) Auensediment Auf Kalk 2009 Hochheimer Hölle
Das Booklet versprach hier einen Wein mit feiner Bitternis und viel Extrakt.
N: Tabak, Vanille, blumig
M: mittelleicht, leichte Säure, leichte Frucht, sehr rund, ausgewogen, leichte Würze, Schmelz
Einstimmig der beste Wein aus der Rheingau-Kollektion. Er bestach durch seine Balance und das feine Spiel mit dem er seine Komponenten zur Geltung bringen ließ. Die Rheingauenklave am Main ging also als hessischer Sieger aus der Probe hervor.

(7) Rotliegendes 2007 Pfalz, Riesling QbA trocken, Weingut Siener
N: nasser Stein, Katzenpipi, Moos, Kräuter
M: fängt mittelleicht fruchtig an, geht in würzig, kräutrige Richtung über, mineralisches Spiel, intensiver Abgang, rauchiger Nachhall mäßiger Intensität aber mit guter Länge
Setzte für mich noch mal einen oben drauf. Mit seiner Kraft fast schon etwas extrem, aber hervorragend gelungen

(8)  Granit 2008 Rhodter Schloßberg, Pfalz, Riesling Spätlese trocken, Weingut Heußler
Die Literatur ließ mineralische und wenig säurebetonte Weine erwarten.
N: sehr dezent, nasser Stein
M: saftig, würzig, mineralisch, gute Länge, mineralischer Nachhall leicht anschwellend
Auch der zweite Pfälzer konnte sich für mich gegen die hessische Phalanx durchsetzen, blieb aber wegen des zurückhaltenden Duft minimal hinter dem Rotliegenden. Der Granit konnte ein wenig auch als Gegenentwurf gesehen werden, weil er eher eine feinere Struktur hatte.

Fazit: Es ist uns leider nur bedingt gelungen, den Einfluß der Böden auf die Weine nachzuvollziehen können. Dies erfordert wohl noch weitere intensive Studien. Zwei geschickt plazierten Pfälzern gelang es sich gegen die hessischen Weine durchzusetzen, wobei der unterschiedliche Jahrgang auch eine Rolle gespielt haben kann.

Quarzit Riesling 2009

Freitag, August 13th, 2010

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Der Wein hat eine strohgelbe Farbe. Anfangs ist der Wein von ordentlicher Intensität. Er duftet nach Kräutern und Limonen. Auch nach dem Schwenken bleibt der kräutrige Duft erhalten. Die Intensität nimmt deutlich zu. Dazu kommt eine leichte Tabaknote.

Der Wein besitzt einen mittelschweren Körper. Die Säure ist gut integriert, aber relativ verhalten. Er hat einen rauchigen, kräftigen Charakter. Der Nachhall besitzt eine ausgezeichnete Länge. Grandios ist die prickelnde Mineralik, die sich durch den ganzen Mundraum durchzieht.

Nachdem ich es bereits in der Beschreibung an wertenden Loben nicht mangeln habe lassen, muß ich einschränkend hinzufügen, daß dies ein Wein ist, bei dem der zweite Schluck doch etwas abfällt. Was dem Wein zur Spitzenklasse fehlt, ist insbesondere die Vielschichtigkeit. Charakterstark ist er auf alle Fälle, auch wenn seine Eindringlichkeit eben nach dem Öffnen doch nachläßt. Er besitzt eine enorme Kraft. Ein sehr guter Wein, der mir gut zum gebratenen Steinbeißer mit Zitronensauce geschmeckt hat.

Herkunft: Deutschland – Rheingau
Jahrgang: 2009
Rebsorte: Riesling
Erzeuger: P. J. Kühn
Ausbau: QbA trocken
Alkohol: 12,0%

Niederhäuser Hermannshöhle Riesling 2002

Donnerstag, August 5th, 2010

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Der Wein hat eine strohgelbe Farbe. Die erste Nase duftet sehr intensiv nach Honig, Apfelsinen und Botrytis. In der zweiten Nase gesellen sich zu den Apfelsinenaromen auch pflanzlich, kräutrige Noten.

Der Wein besitzt eine gute Dichte. Er ist von einer intensiven fruchtigen Saftigkeit geprägt, in der erneut die Apfelsinennoten hervorkommen. Die leichte Säure schwächt die Macht des dichten Weins etwas ab. Der Nachhall besitzt eine gute Länge.

Eine fast  schon beispielhafte Riesling Auslese. Ein ausgezeichneter Genuß, von dem man keinen Tropfen verschenken will. Die Kombination aus Dichte und Süße ohne zu pappen ist einfach Klasse. Nicht zum sondern als Dessert. Auch hervorragend geeignet, um am gestrigen Jahrestag den Lesern zuzuprosten.

Herkunft: Deutschland – Nahe -Niederhäuser Hermannshöhle
Jahrgang: 2002
Rebsorte: Riesling
Erzeuger: Gutsverwaltung Niederhausen-Schlossböckelheim
Ausbau: Auslese edelsüß
Alkohol: 8,0%