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Archiv der Kategorie Heußler
Rhodter Schloßberg Riesling 2009
27.6.2010 von Clemens.
Nach der Weinprobe vom vorvergangenen Freitag könnte ich die heutige Verkostung quasi als Abschluß meiner Jahrgangsbeobachtung eines meiner Lieblingswinzer aus der Pfalz betrachten, wenn da nicht noch einige Reste von der Weinprobe im Kühlschrank liegen würden, die ich wieder einem Elchtest unterziehe. Erste Ergebnisse sind ermutigend. Jetzt aber zu dem heutigen Wein.
Der Wein hat eine glanzhelle Farbe mit leicht grünlichem Einschlag. Die erste Nase verbreitet einen mäßig intensiven Geruch, in den ich viel Frische hinein interpretiere, weil die Steinobstaromen irgendwie sehr grün wirken. Die zweite Nase gewinnt an Intensität. Viel Frucht aus Apfel, Aprikose und Stachelbeeren wird von etwas Minze begleitet.
Das Frucht-Säure-Spiel geht etwas zu sehr in Richtung der kräftigen Säure. Gleichwohl ist auch viel Frucht nach Apfel und Aprikose vorhanden. Eine leicht würzige Muskatnote leitet in den Nachhall über, der eine mäßige Länge besitzt.
Zum Essen und als Sommerwein erscheint mir der Wein mit seiner Säure durchaus gut geeignet. Er ist allerdings wenig anspruchsvoll, und auch die Balance fehlt ihm etwas, so daß es durchaus mehr Weine dieser Qualität in dieser Preisklasse gibt - wenn auch selten im Fachhandel. Zu gegrillten Kartoffeln mit Quark.
Herkunft: Deutschland - Pfalz - Rhodter Schloßberg
Jahrgang: 2009
Rebsorte: Riesling
Erzeuger: Christian Heußler
Ausbau: Kabinett trocken
Alkohol: 12,5%
Geschrieben in Heußler, 2009, Pfalz, Deutschland, Weißwein, Riesling, Verkostungsnotiz | Keine Kommentare »
Weinprobe Christian Heußler
19.6.2010 von Clemens.
Nachdem ich im letzten Jahr über Wochen Christian Heußlers Kollektion aus 2008 verkostet hatte, habe ich mich diesmal zu einem anderen Vorgehen entschieden und eine kleine Weinprobe mit seinen Weinen veranstaltet, zu der ich gerne meine Notizen veröffentliche.
2009 Rhodter Schloßberg Riesling QbA trocken aus der Literflasche, Alk: 12%
Nase: blumig, recht dezent, leicht kräutrig
Mund: Stachelbeer, viel Säure, Muskatnote, eher langweilig
Für einen Literwein war das absolut in Ordnung. Meine Beschreibung klingt vielleicht deswegen etwas enttäuscht, weil ich in der Vergangenheit Klasse Literweine von Heußler hatte.
2009 Rhodter Schloßberg Riesling Spätlese trocken - Roter Sandstein Alk: 13,5%
N: Zitrus, blumig, Apfel
M: fruchtig, recht dicht, mittlere Säure, zunächst etwas alkoholbetont was die Harmonie stört, dann im zweiten Schluck salzig mineralisch
Das war schon ein sehr schöner Wein, für einige mit seiner Mineralik auch der Wein des Abends. Für mich war es kein überwältigender Riesling, auch wenn man allen Grund hat sich darüber zu freuen, einen solchen Wein für 6,50€zu bekommen.
2009 Rhodter Schloßberg Sauvignon Blanc trocken Alk: 12,0%
N: grasig, Stachelbeere, Muskat, sehr intensiv
M: rund, Stachelbeere
Leider setzt sich das sehr schöne Bukett im Mund nicht fort, wo der Wein etwas eindimensional wirkte.
2009 Rhodter Rosengarten Muskateller trocken Alk: 12,0%
N: Rosen, tropische Frucht, Pfirsich
M: Muskat, viel Frucht, recht leicht
Das wunderschöne Bukett wurde durch den leichten unkomplizierten Geschmack schön weitergeführt. Ein Wein, der jedem gefiel, was bei Muskateller ja durchaus ungewöhnlich ist.
2009 Rosswingert Grauburgunder Spätlese trocken Alk: 14,0%
N: würzig, kräutrig, buttrig, kräftig, blumig, sehr eigene Noten
M: Kräftig, würzig, mineralisch, leichte Säure, rauchig
Der Wein hat seinen Namen, weil die Bodenarbeiten im Wingert komplett mit Pferden durchgeführt werden. Ob das entscheidenden Einfluß auf diesen Wein hatte, kann ich nicht beurteilen. Nach Pferdeäpfeln schmeckte er jedenfalls nicht. Für mich war der Wein in seiner Opulenz und mit seinen individuellen Noten der beste Wein des Abends. Viele sahen das ganz anders.
2009 Rhodter Rosengarten Chardonnay Spätlese trocken Alk: 13,0%
N: recht dezent, buttrig, leicht kräutrig, nasser Stein
M: cremig, mineralisch, würzig
Über diesen Wein wurde viel diskutiert. Mir hat er sehr gut gefallen. Andere bezeichneten ihn als zickig,metrosexuell und als Mittelklasseversager, der noch zu Hause wohnt (ich nehme mal an bei Mutti). Ich glaube diese Bezeichnungen gehen ein wenig dahin, daß es sich um einen Wein zwischen internationalem Stil und lokaler Note lag, was mir aber durchaus gefiel.
2008 Rhodter Klosterpfad Spätburgunder trocken Alk: 12,5%
N: Waldbeere, Kräuter, Lakritz, typisch deutsche Pinotnase
M: relativ leicht, eher belanglos, Lakritz, Beerenfrucht, kräutri, ohne Harmonie
Leider konnte dieser Wein das schöne Burgunderbukett nicht mit einem feinen Geschmack krönen. Am Gaumen war er nicht schlecht, aber eben insgesamt doch eine Spur zu brav.
2005 Rhodter Rosengarten St. Laurent trocken - Barrique
N: Pfeffer, Kümmel, Schokolade, leicht fruchtig
M: mittelleicht, aber mit deutlichem Holzeinsatz, nicht wirklich harmonisch, leichte Tannine, etwas würzig
Bei mir lag der St. Laurent minimal vor dem Spätburgunder, aber begeistern konnte auch er mich nicht. Für die Rotweintrinker war dieser Wein aber ein schöner Abschluß.
Geschrieben in Weinprobe, Heußler, Pfalz, Deutschland, Weißwein | Keine Kommentare »
Rhodter Rosengarten Silvaner 2009
17.6.2010 von Clemens.
Der Wein ist glanzhell mit leicht strohgelbem Einschlag. Anfangs duftet er dezent nach pflanzlichen, grünen Noten. Nach dem Schwenken nimmt die Intensität zu. Neben pflanzlichen Noten Zitusaromen und steinige Noten zum Bukett hinzu.
Am Gaumen ist der Wein sehr ausgewogen. Sein mittlerer Körper ist gut dazu geeignet dies einzufangen. Der Wein ist eher mild. Eine leichte Frucht steht gut neben kräutrigen Elementen. Der Nachhall besitzt eine mäßige Länge.
Das ist ein ganz solider Wein mit einem sehr schönen Bukett. Durch den kräutrigen, fast mineralisch anmutenden Geschmack hat der Wein auch etwas sehr Eigenständiges. Zu einem Pecorinokäse. Für mich ist der Wein quasi als Einstimmung für eine Weinprobe am morgigen Tag gedacht gewesen. Da wäre er sicher auch nicht fehl am Platz gewesen…
Herkunft: Deutschland - Pfalz - Rhodter Rosengarten
Jahrgang: 2009
Rebsorte: Silvaner
Erzeuger: Christian Heußler
Ausbau: Kabinett trocken
Alkohol: 11%
Geschrieben in Silvaner, 2009, Heußler, Pfalz, Weißwein, Deutschland, Verkostungsnotiz | Keine Kommentare »
Rhodter Klosterpfad Spätburgunder 2007
6.5.2010 von Clemens.
Der Wein hat eine ziegelrote Farbe. Bereits der erste Geruchseindruck verbreitet einen intensiven Duft nach Waldbeeren, Lakrit und Kräutern. Nach dem Schwenken bleiben die Noten die gleichen, die Intensität nimmt aber etwas zu. Die Viskosität ist gut ausgeprägt.
Am Gaumen gelingt es dem Wein nicht mich vollends zu überzeugen. Zwar hat er Frucht und auch etwas Würze, aber auch eine leichte Säure, die ihn etwas spitz erscheinen läßt und nicht mit seinem bitteren Abgang harmoniert. Der Nachhall des mittelleichten Weins besitzt eine gute Länge.
Insgesamt ein schöner, einfacher Wein. Der lockere Charme, der mich zum Kauf bewogen hatte, ist ihm aber im Vergleich zur letzten Verkostung abhanden gekommen. Zu einer Pasta Bolognese.
Herkunft: Deutschland - Pfalz - Rhodter Klosterpfad
Jahrgang: 2007
Rebsorte: Pinot Noir
Erzeuger: Christian Heußler
Ausbau: QbA trocken - Holzfaß
Alkohol: 13%
Geschrieben in Pinot Noir, 2007, Heußler, Pfalz, Rotwein, Verkostungsnotiz | Keine Kommentare »
Rhodter Rosengarten Muskateller 2007
2.4.2010 von Clemens.
Der Wein hat eine strohgelbe Farbe. Die erste Nase hat einen sehr intensiven Geruch nach Rosen sowie etwas weniger stark Lychee und Trauben. Die zweite Nase ist fast etwas weniger intensiv. Hier wird das Rosenaroma von Muskatnuß begleitet.
Am Gaumen liefert der Wein ein uneinheitliches Bild. Der Wein wirkt etwas cremig, was durch seine milde Natur und fruchtige Noten unterstützt wird. Dagegen spielen aber auch würzige Noten, die an Muskatnuß erinnern mit. Dieser Eindruck wird von einer leichten Mineralik gefördert. Der Nachhall besitzt eine ordentliche Länge.
Der Wein ist insgesamt etwas unspektakulär. Dies ist aber keineswegs negativ zu sehen. Muskateller neigen oft dazu etwas ruppig und unrund zu schmecken. Das ist hier nicht der Fall. Stattdessen wirkt er erstaunlich vielschichtig und dabei nicht unharmonisch. Im Geruch ist er zum Glück so schön, wie es für Muskateller typisch ist. Sicher kein großer Wein, aber doch ein sehr guter. Die eindrücke meiner letzten Verkostung finden sich also bestätigt.
Herkunft: Deutschland - Pfalz - Rhodter Rosengarten
Jahrgang: 2007
Rebsorte: Muskateller
Erzeuger. Christian Heußler
Ausbau: QbA trocken
Alkohol: 11,5%
Geschrieben in Muskateller, 2007, Heußler, Pfalz, Weißwein, Deutschland, Verkostungsnotiz | Keine Kommentare »
Rhodter Rosengarten Muskateller 2006
13.2.2010 von Clemens.
Der Wein ist glanzhell bis strohgelb. Es zeigen sich ein paar kleine Perlen an seiner Oberfläche. Die erste Nase ist bereits sehr intensiv mit einem Duft aus Rosen und Lychee. Die zweite Nase ist noch etwas intensiver mit Limettentouch.
Auch wenn der Wein die Nase sehr schmeichelt, so kann er dies am Gaumen nicht durchhalten. Er ist zwar nicht schlecht, doch Säure, Bitternis und Frucht stehen nebeneinander anstatt zusammen zu kommen. Der Nachhall besitzt eine ordentliche Länge.
Das ist nett, aber nur aufgrund des schönen Buketts etwas Besonderes . Zu einen gebratenen Romanesco mit Speckwürfeln.
Herkunft: Deutschland - Pfalz - Rhodter Rosengarten
Jahrgang: 2006
Rebsorte: Muskateller
Erzeuger: Christian Heußler
Ausbau: QbA trocken
Alkohol: 12%
Geschrieben in Muskateller, 2006, Heußler, Pfalz, Weißwein, Deutschland, Verkostungsnotiz | 2 Kommentare »
Rhodter Rosengarten Muskateller 2007
8.11.2009 von Clemens.
KeinAlkoholIstAuchKeineLoesung.de wird 100!
Selbstverständlich bin ich mir der Tragweite bewußt. Es ist nur natürlich und dem Ziel der Website gerecht, daß der 100. Beitrag auf Ihr eine Weinverkostung ist. Also immer her mit dem Stoff. Ja schließt ihn mir an die Vene an… Ahhhh. Kann ich noch einmal kurz daran riechen? Ohhhh…. Ist das ein Muskateller? Alles zurück auf Anfang. Wir nehmen doch den Weg zurück in die Zivilisation.
Im Glas begegnet mir ein glanzheller Wein mit einem leicht grünlichen Einschlag. Es zeigen sich eingige leichte Perlen an seiner Oberfläche. Die erste Nase duftet relativ intensiv mit deutlichen Rosenaromen. Die zweite Nase ist noch intensiver mit einem klaren Rosenduft. der von einer leichten Muskatnote begleitet wird.
Das ist ein sehr schöner Tropfen. Ein mittelschwerer Körper gleitet cremig durch den Mund. Neben einer spürbaren, gut integrierten Säure ist auch eine leichte Muskatnote vernehmbar. Der Nachhall besitzt eine mäßige Länge.
Auf eine einsame Insel würde ich ja Muskatellerrebstöcke mitnehmen, weil aus dieser Traube ein Wein gewonnen wird, der einfach nach Trauben schmeckt. Wein pur sozusagen. Eine andere noch schönere Hymne lieferte Béla Hamvas in seiner wunderbaren Philosophie des Weins. “Der Gastgeber führt gerade entscheidende Besprechungen mit dem Rat der Alten, den drei betagtesten und erfahrensten Trinkern. Die Sache ist nicht einfach. Mit welchem Wein sollen sie beginnen? Mit dem dünnsten säuerlichen Heurigen, das ist der Normalfall. Ein alter Brauch von dem kaum abgewichen werden kann. Der vorjährige Muskateller sei bestens gelungen, meint der eine Alte. Der steige zu Kopf, sagt der andere. Die Frauen verlören zu schnell den Verstand, ist die Ansicht des Gastgebers. Das kann nie früh genug passieren, wendet der weisete ein. Sie gehen in den Keller und ziehen Muskateller…” Von daher erübrigen sich weitere Gebrauchshinweise meinerseits für diesen Wein wohl.
Herkunft: Deutschland - Pfalz - Rhodter Rosengarten
Jahrgang: 2007
Rebsorte: Muskateller
Erzeuger: Christian Heußler
Ausbau: Qba trocken
Alkohol: 11,5%
Geschrieben in Muskateller, Jubiläum, 2007, Heußler, Pfalz, Weißwein, Deutschland, Verkostungsnotiz | 1 Kommentar »
Rhodter Rosengarten Muskateller 2006
26.10.2009 von Clemens.
Der Wein ist strohgelb. Es zeigen sich leichte Schlieren an seiner Oberfläche, die spätestens nach dem Schwenken verschwinden. Die erste Nase ist bereits sehr intensiv und duftet nach Rosen und exotischer Frucht. In der zweiten Nase duftet der Wein sehr klar nach Rosen und Lychee. Ich habe selten einen so klaren Muskatellerduft gerochen. Muskateller ist im Bukett ja immer etwas Außergewöhnliches, aber dieser zeigt sich sehr pur und rein.
Am Gaumen ist der Wein weniger phänomenal. Hier wirkt er eher etwas plump. Zumindest ist das der erste Eindruck. Nach dem zweiten Schluck wird der Wein jedoch auch im Geschmack besser. Dominierte im ersten Schluck die Muskatnote noch zu stark, kommt danach eine schöne Kombination aus Frucht und Säure. Dazu spielt etwas Gärkohlensäure mit. Der Nachhall besitzt eine gute Länge.
Ein schöner Tropfen, der nach 3 Jahren immer noch fit ist. Zu einer Käseplatte.
Herkunft: Deutschland - Pfalz - Rhodter Rosengarten
Jahrgang: 2006
Rebsorte: Muskateller
Erzeuger: Christian Heußler
Ausbau: Qba trocken
Alkohol: 12%
Geschrieben in Heußler, 2006, Pfalz, Deutschland, Weißwein, Verkostungsnotiz | Keine Kommentare »
Rhodter Schloßberg Riesling 2007
20.10.2009 von Clemens.
Der Wein hat eine glanzhelle Farbe mit leicht grünlichem Einschlag. Zunächst duftet der Wein nach Frucht und nach Rosen. Nach dem Schwenken kommen pflanzliche Aromen und Stachelbeere ins Bukett.
Am Gaumen präsentiert sich der Wein sehr saftig mit einer knackigen Säure und feiner Frucht. Er ist zwar relativ rustikal aber doch zugleich sehr harmonisch.
Der Wein ist jetzt auf dem Höhepunkt und scheint mir passend zur Jahreszeit gut geeignet zum Zwiebelkuchen. Mehr sollte man von einem Literwein wirklich nicht erwarten. Wenn er wie der Laquai zuletzt noch ein Fünkchen mehr zeigt ist das beachtenswert, wenn er wie der gestern weggeschüttete Domkellerstolz ungute Reflexe hervorruft, ist das eher etwas was man erwarten kann. Dieser Literwein zeigt unverfälschten einfachen Trinkgenuß. Wenn man so etwas auf einem Pfläzer Weinfest ausgeschenkt bekommt, darf man sich glücklich schätzen, schließlich dienen die Weinfeste neben der Geselligkeit insbesondere em Vernichten des nicht verkaufbaren Weins, und in diese Domkellerstolzkategorie gehört dieser Wein beileibe nicht. Im Gegenteil, für einen Literwein ist das verdammt viel Wein!
Herkunft: Deutschland - Pfalz - Rhodter Schloßberg
Jahrgang: 2007
Rebsorte: Riesling
Erzeuger: Heußler
Ausbau: QbA trocken
Alkohol: 12%
Geschrieben in Heußler, 2007, Pfalz, Riesling, Weißwein, Verkostungsnotiz | Keine Kommentare »
Pfalz Cuvée Georg H 2005
11.9.2009 von Clemens.
Der Wein trägt ein rubinrotes Kleid. Die Farbtiefe ist ordentlich ausgeprägt. Die erste Nase ist bereits recht intensiv und duftet nach Brombeere und Schokolade. Die zweite legt an Intensität noch einmal zu und duftet nach Lavendel und Veilchen.
Der Wein wirkt wuchtig. Er besitzt Frucht und Gerbsäure. Die Tannine sind zwar sehr geschliffen aber immer noch präsent. Der Nachhall besitzt eine gute Länge.
Der Wein verfügt über eine sehr interessante Nase. Der Geschmack ist sehr ausgewogen und harmonisch, könnte aber noch etwas spannender sein. Er scheint mir gut geeignet für ein Steak mit Pfeffersauce.
Herkunft: Deutschland - Pfalz
Jahrgang: 2005
Rebsorte: Dornfelder, St.Laurent, Spätburgunder
Erzeuger: Christian Heußler
Alkohol: 13 %
Ausbau: Qba trocken Barrique
Die letzten Verkostungen haben vielleicht den Eindruck erweckt, als mache ich Werbung für die Weine des Weinguts Heußler, was ich auch sehr gerne tue. Schließlich handelt es sich m.E. um ein aufstrebendes Gut in der Pfalz, das schon jetzt eine sehr gute Qualität in seinem Sortiment erzielt und geleichzeitig noch sehr preiswerte Weine anbietetet - kostet doch keiner der von mir vorgestellten Weine mehr als 9,00€. Eine so gute Kollektion an Weinen ist dem Weingut m.E. zuletzt 2004 gelungen, als ein Wein grandioser war als der andere. Daß ihnen in einem keineswegs leichten Jahrgang wie 2008 ähnliches gelingt verdient höchste Anerkennung. Jetzt ist aber Schluß mit Werbung, denn ich habe das Paket ausgetrunken und muß mich nun entscheiden, welche Weine ich kaufen will.
Nahezu gesetzt ist der Riesling Granit, ein hervorragender Riesling, der zu Recht vom Weingut als Aushängeschild hervorgehoben wird und mit 8,50€ seinen Preis absolut wert ist.
In der weiteren Auswahl stehen der Sauvignon Blanc (6,00€), die beiden Spätburgunder(5,80€ bzw. 9,00€) und der Chardonnay(6,50€), wobei ich mich für zwei aus vier entscheiden muß - voraussichtlich Sauvignon Blanc und der kleine Spätburgunder, aber auch nur, weil ich noch Chardonnay aus 2007 im Keller liegen habe. Dieser Chardonnay ist eine herrliche Kräutermischung am Gaumen.
In der Vergangenheit war ich ein Stammkäufer des Muskateller, der diesmal der sehr hohen Qualität der anderen Weine zum Opfer fällt. Nicht empfehlen kann ich eigentlich nur den St. Laurent. Für den schmalen Geldbeutel dagegen hochinteressant sind der Literriesling (3,40€), der mir noch besser gefallen hat als der ebenfalls gute Kabinett Riesling (4,40€), der von der Zeitschrift Weinwelt mit 85 Punkten noch vier Punkte besser ausgezeichnet wurde als bei mir.
Geschrieben in Heußler, 2005, Pfalz, Deutschland, Rotwein, Verkostungsnotiz | Keine Kommentare »

