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Ungsteiner Weilberg Riesling 2007

Donnerstag, August 19th, 2010

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Der Wein hat eine strohgelbe Farbe. Einige winzige Perlen zeigen sich an seiner Oberfläche. Die erste Nase wechselt merkwürdig zwischen intensiv und verhalten. Ausdrucksvolle Tabak- und Kräuternoten kommen, verlieren sich aber auch schnell in der Nase. Die zweite Nase ist intensiv und von kräftigen Noten geprägt. Tabak, Mineralik und etwas Graipefruit sind zu erkennen.

Geschmacklich fällt vor allem auf, wie schwer und dicht der Wein wirkt. In dem schweren Körper gehen die diffizilen Geschmackskomponenten fast etwas unter. Die kräftige Würze kann bestehen, aber die leichte Säure läßt sich nur schwer identifizieren. Der Nachhall besitzt eine gute Länge.

Ich muß gestehen, es fällt mir schwer, die Größe dieses Gewächses zu erkennen. Der Geruch ist toll und wirkt sehr erforschenswert, aber der Geschmack bietet abseits der Kraft eher ein Bild der Beliebigkeit um es bösartig zu übertreiben. Auf jeden Fall ein sehr guter Wein, aber eigentlich zu wenig für ein großes Gewächs. Zum gegrillten Längsfisch.

Herkunft: Deutschland – Pfalz – Ungsteiner Weilberg
Jahrgang: 2007
Rebsorte: Riesling
Erzeuger: Weingut Pfeffingen
Ausbau: Qba trocken – Großes Gewächs
Alkohol: 13,5%

Entschuldigung 2. Teil

Mittwoch, November 25th, 2009

In den letzten Wochen bin ich leider nicht so zum Fabulieren gekommen, wie ich es mir gewünscht hätte. Die Sparsamkeit meiner Worte wird in diesem Beitrag erneut einem Geiz ähneln, auch wenn die Weine, die ich im Kölner Vintage verkostete, Gedanken an Geiz schnell verschwinden lassen.

„Les Demoiselles“ Frankreich – Loire – Pouilly Fumé, 2007, mutmaßlich Sauvignon Blanc, Henri Bourgeois
Nase: Apfel, Melone, Feuerstein
Mund: gute Säurestruktur, spritzig, würzig, insgesamt ein sehr schöner Tropfen

Deutschland – Pfalz – Forster Pechstein, 2007, Riesling Großes Gewächs, Bassermann-Jordan
Nase: Reineclauden, Limetten, Tabak
Mund: schöne Dichte, angenehme Frucht und Würze; grandioser Nachhall, der die Lippen erbeben läßt ohne mit Kraft auf sie einzuwirken
Zum Meditieren oder zum Niederknien – je nach spiritueller Ausrichtung. Gläubig wird man bei so einem Wein auf jeden Fall.