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Archiv der Kategorie Gedicht
Zeit
30.4.2012 von Clemens.
Zeiten ändern sich nicht
Auch morgen schlägt’s um Zwölf Mittag
Heute in vier Jahren geht die Sonne zur gleichen Zeit auf
und heute in 104 Jahren zur gleichen Zeit unter
Zeit bleibt das was sie ist
Zeit kann mich nicht ändern
Mich ändern Erlebnisse
Mich ändern Erkenntnisse
Mich ändert mein Wille
aber nicht die Zeit
Ich kann Zeit nicht ändern
Sie bewegt sich auch ohne mich
Sie lässt sich von mir nicht anhalten
Sie lässt sich von mir auch nicht beschleunigen
denn sie existiert unabhänig von mir
Zeit ist auf niemands Seite
Wer glaubt sie spiele ihm zu
Wer glaubt das sei seine Zeit
Wer glaubt er könne mit ihr spielen
dem geht sie doch irgendwann aus
Zeiten ändern sich nicht
denn ist Zeit eine Dimension
so ist jeder denkbare Moment
nur ein scheinbar willkürlicher Moment
aus dem Möglichkeitsfeld der konstanten Skala Zeit
Geschrieben in Musik, Gedicht, Dies & Das | Keine Kommentare »
Oh Captain, my Captain
25.1.2012 von Clemens.
Oh Captain, my Captain
ich danke Dir von ganzem Herzen
Die durch Dich verursachten Schmerzen
erregen die Gemüter der Meute
Deine Existenz als Beute
erfordert viel von ihrer Zeit
und bindet ihre Aufmerksamkeit
Die von dir gefüllten Klatschspalten
tun dermaßen viel Stoff enthalten
daß die Presse weniger über mich schreibt
weil für mich kein Platz mehr bleibt
Gerade dein groteskes Versagen
kombiniert mit deinen Klagen
wirkt dermaßen unverschämt
daß sich niemand mehr über mich grämt
Während Weihnachten und Silvester es nicht schafften
daß sich meine Probleme hinfort rafften
mußtest du nur ein Schiff zerstörn
und schon wollt niemand von mir mehr Ausreden hörn
Mille Grazie Capitano
Geschrieben in Politik, Gedicht, Deutschland | Keine Kommentare »
Das geht (nicht nur) in Deutschland
24.1.2012 von Clemens.
Im ganzen Land
bin ich bekannt
Als Mann ohne Anstand
steh mit dem Rücken an der Wand
hab mich vielleicht etwas verrannt
Doch seh ich das ganz entspannt
lächle weiter sehr galant
und ein wenig arrogant
hinterlasse Glaeseker als Pfand
streu in die Augen Sand
bis sich keines mehr auf mich bannt
Würde ist doch nur Tand
Jetzt bin ich zwar verbrannt
Doch weil die Wahrheit schließlich verschwand
werd ich weiter ins Ausland gesandt
und reiche Staatsgästen die Hand
Ich liebe dieses Land
Geschrieben in Politik, Gedicht, Deutschland | Keine Kommentare »
Was zählt ist meine Unterschrift
12.1.2012 von Clemens.
Habe ich einen Kredit verschwiegen
um keinen Ärger zu kriegen
Trotzdem hab ich mir nichts vorzuwerfen
so eine Anfrage geht schließich an die Nerven
gerade weil ich nichts zu verbergen habe
antwortete ich wahrheitsgemäß wie ein Rabe
Habt ihr es nicht gecheckt
Juristisch war alles korrekt
Statt von dem gefragten Mann lieh ich von seiner Frau
Ich bin doch nicht blöd sondern schlau
Wenn mir jetzt niemand mehr zuhört
heißt das dass sich keiner an mir stört
Wenn ich euch nichts mehr sagen soll
ist hoffentlich auch das Maß an Fragen voll
Vielleicht bin ich für euch nicht mehr wichtig
doch mein Rücktritt wäre wirklich nicht richtig
Auch wenn ihr nicht wollt dass ich bleibe
ist’s gut wenn ich Gesetze unterschreibe
Auch wenn mein Name nichts mehr gilt
Was zählt ist meine Unterschrift Unterschrift Unterschrift
Wenn ich brav vom Cover lache
ist’s doch egal wo ich Urlaub mache
Laden mich meine Freunde teuer ein
sag ich doch natürlich nicht nein
Als Politiker gelten keine andren Regeln
ich darf mit reichen Kumpels auf ihrer Jacht segeln
Ein Mann des Volks muss das doch können
das Volk wird ihm das schon gönnen
Weder will Maschi von mir Gefallen
noch sieht er in mir seinen Vasallen
Wenn mir jetzt niemand mehr zuhört
heißt das dass sich keiner an mir stört
Wenn ich euch nichts mehr sagen soll
ist hoffentlich auch das Maß an Fragen voll
Vielleicht bin ich für euch nicht mehr wichtig
doch mein Rücktritt wäre wirklich nicht richtig
Auch wenn ihr nicht wollt dass ich bleibe
ist’s gut wenn ich Gesetze unterschreibe
Auch wenn mein Name nichts mehr gilt
Was zählt ist meine Unterschrift Unterschrift Unterschrift
Ihr alle verachtet Bild
und werdet auf einmal wild
weil ich deren Chef bedrohe
fürchtet dass der Präsident verrohe
doch ich war schon immer so
also seid besser froh
dass ihr mich an der Spitze habt
weil es sonst mit keinem klappt
Wenn mir jetzt niemand mehr zuhört
heißt das dass sich keiner an mir stört
Wenn ich euch nichts mehr sagen soll
ist hoffentlich auch das Maß an Fragen voll
Vielleicht bin ich für euch nicht mehr wichtig
doch mein Rücktritt wäre wirklich nicht richtig
Auch wenn ihr nicht wollt dass ich bleibe
ist’s gut wenn ich Gesetze unterschreibe
Auch wenn mein Name nichts mehr gilt
Was zählt ist meine Unterschrift Unterschrift Unterschrift
Auch wenn ich euch anlüge
heißt das nicht dass ich betrüge
Lasst uns über den Rubikon gehn
und Springer in die Augen sehr
Kein Stahlgewitter wird uns aufhalten
bis alle bei meinen Ansprachen abschalten
Bis sie sagen keine Zeit
sag ich “besser die Wahrheit”
Scheinheiligkeit ist doch kein Problem
Sie ist doch eher für uns alle bequem
Wenn mir jetzt niemand mehr zuhört
heißt das dass sich keiner an mir stört
Wenn ich euch nichts mehr sagen soll
ist hoffentlich auch das Maß an Fragen voll
Vielleicht bin ich für euch nicht mehr wichtig
doch mein Rücktritt wäre wirklich nicht richtig
Auch wenn ihr nicht wollt dass ich bleibe
ist’s gut wenn ich Gesetze unterschreibe
Auch wenn mein Name nichts mehr gilt
Was zählt ist meine Unterschrift Unterschrift Unterschrift
Geschrieben in Politik, Gedicht, Deutschland | Keine Kommentare »
leer
15.11.2011 von Clemens.
Leere ist gut
Leere ist schlecht
Leere ist gut
wenn sie dich erfüllt
Leere ist schlecht
wenn du dich nach Inhalt sehnst
Leere ist leicht
Leere ist schwer
Leere ist leicht
sobald du sie erreicht hast
Leere ist schwer
sobald du sie verlassen willst
Leere ist aufregend
Leere ist trist
Leere ist aufregend
sofern du in ihr schwebst
Leere ist trist
sofern du in ihr gefangen bist
Leere ist viel
Leere ist wenig
Leere ist viel
weil du nach ihr strebst
Leere ist wenig
weil sie dir nicht reicht
Leere ist gut
Leere ist schlecht
Leere ist gut
wenn sie dich erfüllt
Leere ist schlecht
wenn du dich nach Inhalt sehnst
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Geselligkeit
30.10.2011 von Clemens.
Die Suche nach Gesellschaft
kostet einfach zu viel Kraft
Unmöglich sich mit andern zu verständigen
ohne sich oder sie zu bändigen
Selbst auf der gleichen Wellenlänge
bleibt manches Gespräch hängen
Weil man sich ohnehin einig ist
wird die Unterhaltung sehr schnell trist
Sich sinnlos zu unterhalten
ohne geistig abzuschalten
ist mit Aufwand verbunden
Hat man sich so geschunden
erwartet man auch Profit
den man daraus eher selten zieht
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Einzelgänger
26.10.2011 von Clemens.
Nicht jeder ist für Gesellschaft geschaffen
Mancher macht sich gerne für andre zum Affen
Andre fühlen sich nicht wohl im Gehege
und wirken deshalb etwas träge
Was ich wirklich schlimm empfind
ist wenn sie es auch wirklich sind
Doch man muss sich weder um ihn grämen
noch sich für ihn (peinlich) schämen
ist er glücklich mit sich allein
und weiß seine Zeit Sinnvollem zu weihn
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Was hab ich zu verliern?
24.10.2011 von Clemens.
Nicht immer kommt die Gelegenheit
gerade genau zur rechten Zeit
dann gilt es kurz zu betrachten
was die Dinge der Vergangenheiten brachten
welche Hoffnungen du in sie setzt
und ob du jemanden verletzt
wenn die Gelegenheit zu sehr verlockt
Sonst bist du hinterher zu sehr geschockt
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Fang bei dir selber an
22.10.2011 von Clemens.
Nicht jede Gelegenheit
steht vor deiner Tür bereit
Ist dein Leben seit Jahren
dermaßen festgefahren
daß es keine Abwechslung zeigt
daß dein Handy ständig schweigt
und bist du deswegen innerlich am Fluchen
mußt du die Chancen einmal selbst suchen
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Gelegenheit macht …?
21.10.2011 von Clemens.
Ergibt sich eine Gelegenheit
dann sei dafür (allzeit) bereit
Natürlich tun schlechte Momente schmerzen
doch nimm sie dir nicht zum Herzen
denn wie lange mußt du bluten
für die verpaßten wirklich Guten
Weiß man nicht ob gut oder schlecht
kommt man mit der Ungewißheit kaum zu Recht
Die was-wäre-wenn-Fragen
können ewig an dir nagen
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