Archive for Juni, 2011

Traumlandschaften

Montag, Juni 27th, 2011

Was ich immer wieder träume
ist dass ich etwas versäume
Jede Stunde Religionsunterricht
wohl kein schwerwiegender Verzicht
doch dann komm ich schließlich drauf
und wache schweißgebadet auf
Mein Abitur hat keine Gültigkeit
denn für Religion hatte ich nie Zeit
habe nie eine Prüfung geschrieben
und bin deshalb ohne Abschluss geblieben
Alles war nur ein dreister Betrug
Was träum ich für einen Unfug
Was will mein Unterbewußtsein sagen
tu ich mich in lichteren Momenten fragen
Wofür will es mich beim Schlafen
so unbarmherzig strafen
Soll ich die göttliche Weisheit sehen
Vielleicht ist’s Zeit mal wieder in die Kirche zu gehen

Der Tag geht

Dienstag, Juni 21st, 2011

Der Tag geht
Der Sarg steht
weit offen
Jetzt hoffen
auf den Biß
darf die Miss
und ein Kuß
bleibt ein Muß
kurz davor
Singt der Chor
engelhaft
ist’s geschafft

Schon lang such ich nen Reim auf gestrandet

Sonntag, Juni 19th, 2011

Ihn zu finden ist nicht schwer
doch es sollt etwas Kontext her

Bist du wieder mal gestrandet
oder tatsächlich gelandet
Das Eine klingt nach ankommen
Das Andre nach ums Leben geschwommen
Doch mancher muß erstmal stranden
um bei seinem Glück zu landen
Beides klingt nach trockner Erde
Was soll also die Beschwerde
Wieso klingt Stranden so negativ
Nach einem Moment der nicht gut lief
Er liegt wohl so nah am Versinken
deshalb verwechselt man ihn mit Ertrinken

Bist du wieder mal gestrandet
oder tatsächlich gelandet
Wirst du den Weg weitergehn
oder bleibst du wieder stehn
Doch ist man erst am Ziel
Bewegt sich der Kluge nicht mehr viel
Manche gibt’s die erst beim Stranden
ihr wahres Glück fanden
Sind sie nun erst gestrandet
und dann am gleichen Ort gelandet

Tsche-Tsche-Tsche-Tschänses

Freitag, Juni 17th, 2011

Empfindest Du Deine Karriere
zunehmend als eine Barriere
Bist du etwa schockiert
weil sie Dein Leben blockiert
Fühlst Du Dich von ihr beengt
und in Deiner Freiheit beschränkt

 

Merkst Du wie alle an Dir zerrn
und Dir zugleich den Weg versperrn
Willst Du wieder mehr Leben spüren
doch verzweifelst an geschlossnen Türen
Vergiss nicht wer sie verschlossen hat
Du selbst setzt Dich Schachmatt

Du musst Dich vor Dir selbst verantworten
Fang damit an Deine Position zu orten
Schalte dann einmal das Navi aus
und trau Dich aus Deinem Schneckenhaus
Du musst Deine Route selbstständig finden
Achte dabei auf Dein eigenes Empfinden

 

Siehst Du jetzt die wohlwollenden Gestalten
die versuchen Dich aufzuhalten
die versuchen Deinen Willen zu beugen
und Dich von Deinem (ihrem) Leben zu überzeugen
Eigentlich läuft doch alles gut
Sich zu verändern erfordert Mut

 

Für ein neues Leben
musst Du viel aufgeben
Alte Freunde werden Dich verlassen
weil sie nicht mehr zu Dir passen
Du musst ungeahnte Opfer bringen
und den inneren Schweinehund bezwingen