Bundestagswahl 2009 – die 8.

Nach den Ereignissen des heutigen Tags im bayrischen Ansbach fallen mir viele Möglichkeiten, den Beitrag von gestern fortzusetzen, aber ich halte das für wenig geschmackvoll.

Das was mich an solchen Tragödien neben der grausamen Tat an sich am meisten stört, ist daß die Täter gewinnen. Durch die mediale Präsentation wird dieser Irrsinn tatsächlich ihr Tag. Die Opfer, für die dies der mutmaßlich schlimmste Tag ihres Lebens ist, bleiben dagegen außen vor und werden zur bloßen statistischen Masse. Sicher wäre es falsch, die Opfer und ihre Angehörigen in ihrem Schmerz und ihrer Wut noch durch eine Zurschaustellung zu belästigen, aber ich empfinde es einfach als perfide, daß dem Täter die große Bühne geöffnet wird.

Erneut kann ich die Frage, was das mit dem Wahlkampf zu tun hat nicht vernünftig beantworten. Vielleicht nur das, daß keine Partei eine echte Lösung zur Verhinderung dieser Taten anbietet. Wahrscheinlich ist das auch zu viel von ihnen verlangt. So zynisch das klingen muß, es gibt im Leben ein gewisses Restrisiko, das man nicht eliminieren kann. Wenn es zuschlägt ist es immer tragisch, doch die Verhinderung solcher Tragödien kann wohl nicht Aufgabe der Politik sein. Damit habe ich schon viel zu viel für heute geschrieben.

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